Eine Stiftung macht sich für das Fricktal stark

Das Ziel der neuen Stiftung "Pro Fricktal" ist, etwas im Fricktal zu bewegen. Die Gelder und die menschlichen Ressourcen sollen für Mensch, Natur und Kultur eingesetzt werden. Im Fricktal gibt es viele gut situierte Leute, die zur Hilfe bereit sind.

 


Anton Rüetschi, Rosmarie Rüetschi, Heinz Schmid und Werner Güntert (v.l.n.r.) Foto cam

 

Frick.cam. Weil das Fricktal und seine Zukunft vielen am Herzen liegt, setzte sich Anton Rüetschi aus Gipf-Oberfrick mit Gleichgesinnten zusammen und gründete die "Stiftung Pro Fricktal". Zweck der Stiftung ist die Förderung kultureller Belange, die Unterstützung Hilfsbedürftiger und die Erhaltung des Lebensraumes.
Am 28. Juni 2001 fand die Gründungsversammlung mit zehn Personen und einem Startkapital von 240000 Franken statt. In den Stiftungsrat wurden Heinz Schmid, Gemeindeschreiber in Frick, als Präsident gewählt, als Stiftungsrätin amtet Rosmarie Rüetschi aus Gipf-Oberfrick und Werner Güntert, ehemaliger Gemeindeschreiber aus Münchwilen, ist Aktuar.

Unterstützung und Beratung
Initiant der Stiftung ist Anton Rüetschi aus Gipf-Oberfrick, der an der Presseorientierung von Mittwoch seine Anliegen vortrug. Es gebe zwar zahlreiche Stiftungen, aber die meisten seien zweckgebunden. Er selbst habe sich vorgenommen, nach der Pensionierung einen Teil seiner Zeit für einen sozialen Bereich einzusetzen. "Es gibt im Fricktal finanziell gut situierte Leute, die bereit sind, zu helfen oder kulturelle Belange zu unterstützen." Das Problem sei, dass man sich bis anhin an keine Organisation habe wenden können.
Vielfach seien Hemmungen ein Hinderungsgrund. Auch bei Testamenterstellungen stelle sich die Frage, wem im Fricktal man einen Teil des Vermögens zukommen lassen könne.
"Die Zukunft des Fricktals liegt vielen am Herzen, sei es in kultureller, wirtschaftlicher oder schulischer Hinsicht", sagte Anton Rüetschi. Daher seien er, seine Frau Rosmarie und Freunde auf die Idee gekommen, eine Stiftung zu gründen. Sie soll dort zum Einsatz kommen, wo keine staatlichen Gelder fliessen.
Wo überall die Stiftung aktiv wer den kann, erläuterte Stiftungsratspräsident Heinz Schmid. Nicht nur in der Welt, sondern auch im Fricktal sei Bedarf an Hilfe.

Not lindern, Bildung fördern
Im Prospekt, der in sämtlichen Gemeindekanzleien des Fricktals (in jenen der Bezirke Laufenburg und Rheinfelden, sowie in Densbüren, Effingen, Elfingen, Bözen und Hottwil) aufliegt, sind sechs Punkte aufgeführt. Kulturelle und volkskundliche Belange des Fricktals sollen gefördert werden. Hilfsbedürftige Bewohner des Fricktals wer den unterstützt, gefördert werden Ausbildungsbeihilfen und berufliche Wiedereingliederung.
Das sei allerdings nicht einzig mit Geldern zu bewerkstelligen, betonte Heinz Schmid, sondern auch mit menschlicher Unterstützung, "ombudsmannmässig".
Die Förderung der Jugendarbeit und der Jungunternehmen gehört ebenso zum Zweck der Stiftung wie die Erhaltung und Entwicklung des ökologischen und historischen Lebensraumes und die Unterstützung von Fricktaler Künstlern und Kulturschaffenden.

Räte aus unterem Fricktal gesucht
Zur Zeit besteht der Stiftungsrat erst aus drei Personen, die alle aus dem oberen Fricktal stammen. Dazu meint Anton Rüetschi: "Irgendwo mussten wir anfangen. Es sind noch zwei Sitze im Stiftungsrat frei, und wir hoffen sehr, dass sich zwei Stiftungsräte aus dem unteren Fricktal finden lassen."
Natürlich sind kleine Beträge sehr willkommen, aber um sich aktiv bei derErfüllung des Stiftungszweckes und ander Wahl des Stiftungsrates beteiligen zu können, beträgt die Minimaleinlage 20000 Franken.
Die Stiftung ist politisch und konfessionell neutral, und die Arbeit wird aus gemeinnütziger Gesinnung geleistet. Zudem ist die Stiftung steuerfrei. "Eine gute Idee, der man zum Durchbruch verhelfen sollte. Vom Fricktal – fürs Fricktal", sagte Heinz Schmid.

 

 

QUELLE: Basler Zeitung, Freitag, 8. Februar 2002

 

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